Mit der Schleifmaschine für Schwerlastarbeiten erhöht Lymington Precision Engineers seine Kapazitäten

Mit der Schleifmaschine für Schwerlastarbeiten erhöht Lymington Precision Engineers seine Kapazitäten

09-05-2016

Im Laufe seiner über 30-jährigen Geschichte hat sich Lymington Precision Engineers den Ruf eines „proaktiven“ Unternehmens geschaffen, das sich durch gezielte Investitionen in Menschen und Fertigungstechnologie zu einer Organisation mit einem Geschäftsumsatz von £50 Millionen entwickelt hat. Auch jetzt, als Teil des Geschäftsbereichs Flexonics von Senior PLC, setzt LPE seine Investitionen und Diversifizierung fort und baut Kapazitäten aus, um seine Kunden, die aus den Bereichen Erdöl & Gas, Telekommunikation, Luftfahrt und Verteidigung, land- und seegestützte Systeme, dem Nuklearbereich und der Marine kommen, zu bedienen.

In den vergangenen 12 Monaten eröffnete LPE, das über die Zertifizierungen nach ISO 14001 und 18001 verfügt und auf die AS9100-Zertifizierung hinarbeitet, eine zweite Produktionsstätte mit 2.787 m2. Damit verfügt LPE jetzt über eine Fertigungsfläche von insgesamt 11.214 m2 und verbesserte Kapazitäten, um kleinere Projekte mit großen Teilen auf Maschinen mit einer Kapazität bis zu 4 m Länge sowie umfangreichere Arbeiten auf seinen zwei flexiblen Bearbeitungssystemen durchzuführen. Alle Tätigkeiten des Unternehmens gehen in Richtung hochtechnologischer und hohen Mehrwert schaffender Prozesse. Dabei wird mit schwer zu bearbeitenden Materialien und engen Toleranzen gearbeitet. Die neue Produktionsstätte verfügt über eine temperaturüberwachte Umgebung, die speziell für die neueste Investition des Unternehmens vorgesehen ist: eine DANOBAT HG-72. Mit dieser Maschine mit einem Spitzenabstand von 3000 mm können bei Gewichten bis zu 1,5 Tonnen Durchmesser bis zu 640 mm geschliffen werden. Dank der CNC-gesteuerten B-Achse mit integriertem Motor kann die Maschine vielfältige Schleiffunktionen ausführen, einschließlich Außen-, Innen- und Gewindeschleifen. Der von einem 45 kW Motor angetriebene Schleifspindelstock erreicht Umfangsgeschwindigkeiten bis zu 45 m/s, bei einem maximalen Schleifscheibendurchmesser von 610 mm.

Der Erwerb dieser neuen DANOBAT-Maschine erfolgte mit Blick auf die langfristige Verpflichtung eines langjährigen Kunden, die Teil eines 10-Jahres-Projekts von LPE ist. „Dieses Projekt hat zwar Vorrang, doch die neu geschaffene Kapazität gibt uns die Möglichkeit, neue Schleifaufträge anzunehmen, die wir vorher nicht hätten bearbeitet können. Die DANOBAT HG-72 ist wahrscheinlich die leistungsstärkste CNC gesteuerte Universalschleifmaschine, die in Großbritannien für Auftragsbearbeitung zur Verfügung steht. Und die Tatsache, sie in unserem Maschinenpark zu haben, wird uns eine Reihe guter Gelegenheiten eröffnen. Es handelt sich außerdem um eine sehr genaue Maschine, mit der wir sehr große und häufig sehr dünnwandige Komponenten auf Toleranzen von 0,01 mm bearbeiten können“, erklärt Nathan Davies, Leiter der Produktentwicklung bei Lymington Precision Engineers.

LPE verfügte zwar bereits über eine breite Palette von Schleifmaschinen, doch dies ist die erste DANOBAT Schleifmaschine, die das Unternehmen gekauft hat, obwohl Nathan Davies zu Anfang der Meinung war, „lieber bei dem zu bleiben, was man schon kennt“. Doch ein Besuch im Werk von DANOBAT überzeugte ihn schnell, dass es an der Zeit war, etwas zu ändern. „Wir gaben unserem bisherigen Lieferanten und DANOBAT drei komplexe Werkstücke, und während Ersterer nur über die zusätzlichen Kosten redete, die entstehen würden, machte sich DANOBAT einfach an die Prozessentwicklung, bot uns neue Zyklen für das Innengewindeschleifen einschließlich Messzyklen mit Kontaktsonden an und verpflichteten sich, während des gesamten Projektes eng mit uns zusammenzuarbeiten. Einige der Teile haben Innendurchmesser von bis zu 1,1 m Tiefe bei nur 2 mm Wanddicke. Jetzt sind wir in der Lage, diese Teile auf Toleranzen von 0,02 Konzentrizität, 0,01 Durchmesser und Ra 0,4 zu bearbeiten. DANOBAT übernahm von Anfang bis zum Ende Verantwortung und lieferte Lösungen für die Probleme, beschränkte sich nicht auf vorgefasste Ideen. Das hat uns letztendlich davon überzeugt, dass wir den richtigen Lieferanten gewählt hatten, einen, der es uns ermöglichte, unsere Kenntnis der Werkstücke mit seiner Erfahrung in Schleifprozessen zu verbinden.”

Die detaillierte Planung von LPE stellte sicher, dass die Maschine ohne Schwierigkeiten geliefert und installiert werden konnte, denn sie hatten praktisch jede Eventualität berücksichtigt und eine breite Palette üblicher Fragen sowie Zusatzvorrichtungen für die Maschine spezifiziert. Um sämtliche Innenschleifanwendungen abzudecken, bestellte LPE fünf Spindeln, eine davon aus Kohlenstofffaser, wegen des extremen Verhältnisses von Durchmesser zu Länge.Außerdem ist die Schleifmaschine DANOBAT HG-72 mit einer integrierten in-process Absolut-Messeinheit MDM DANOBAT ausgestattet. Mit diesem System kann LPE sehr unterschiedliche Durchmesser messen. Nach Abschluss des Schleifzyklus und vor Herausnahme des Werkstücks aus den Spitzen können Post-Prozess Prüfungen vorgenommen werden.

Typisch für die Zusammenarbeit zwischen LPE und DANOBAT waren die spezifischen Modifikationen, die an der Maschine vorgenommen wurden, z.B. das duale Kühlsystem, mit dem LPE schnell von dem „sauberen“ Kühlmittel, das für die Arbeiten im Rahmen des langfristigen Projekts benötigt wird, auf das normale Kühlmittel für allgemeine Bearbeitungstätigkeiten umschalten kann. Alle internen Abdeckungen sind zudem aus rostfreiem Stahl, um die Werkstücke vor Verschmutzung zu schützen. Auch der Service war ein wichtiger Faktor bei der Entscheidungsfindung. Die Tatsache, dass DANOBAT über Service-Techniker in Großbritannien verfügt, die jederzeit gerufen werden können, war eine weitere Sicherheit für Nathan Davies.

„Die Zusammenarbeit mit DANOBAT brachte unerwartete zusätzliche Vorteile. Das Unternehmen steht Herausforderungen offen gegenüber und seine Ingenieure zeigten sich immer bereit, gemeinsam mit uns Konzepte zu modifizieren und zu entwickeln. Obwohl die Maschine nicht billig war und wir DANOBAT eine Vielzahl hypothetischer Situationen nach dem Motto „Was wenn...” vorlegten, bezog DANOBAT diese alle ein und machte uns einen Festpreis für die Maschine, der einen Software-Support einschließt, in dessen Rahmen neue Schleifzyklen programmiert werden, wenn wir diese innerhalb der ersten 12 Monate benötigen sollten. Von unserer Seite wurde der Druck auf das DANOBAT-Team noch dadurch erhöht, dass wir während der Anfangsphasen aufgrund der vertraglichen Vertraulichkeitsklauseln viele der Werkstückdetails nicht bekanntgeben konnten. Und als dann unser Kunde Druck machte, dass wir mit der Produktion anfangen sollten, lieferte DANOBAT die Maschine zwei Monate früher. Das Ergebnis unserer engen Zusammenarbeit ist, dass wir etwas ganz Besonderes im Hinblick auf die Schleifleistung erreicht haben”, erklärt Nathan Davies.